Bei der neuen Zusammensetzung des Essener Stadtrates war es immer üblich, dass es für die drei stärksten Fraktionen jeweils einen ehrenamtlichen Bürgermeister gab. Diesmal könnte es nur zwei ehrenamtliche Bürgermeister geben, denn die AfD soll dabei leer ausgehen, so wollen es wohl die anderen Parteien.
Die AfD durch gemeinsame Anstrengungen möglichst von allen Posten im neuen Rat fern zu halten, ist offensichtlich ausgemachte Sache. Wenn die bisherigen Regelungen eben nicht ausreichen, wird das demokratische System passend gemacht. Die AfD hat bei der Kommunalwahl 17% errungen darunter sieben Direktmandate, die SPD hat übrigens auch nur sieben.
Somit hat ein großer Teil der Essener Wähler der AfD das Vertrauen ausgesprochen und demnach ist es nur folgerichtig, dass die Partei entsprechend ihrer Größe in allen Bereichen der kommunalen Vertretung beteiligt wird. Eine absichtliche Benachteiligung gewählter Parteien und die in dem Zusammenhang stehende gezielte Änderung bestehender Regelungen ist nicht im Sinne unserer Demokratie.
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